Notvorrat-Checkliste

So sorgst du für 14 Tage vor

Hand aufs Herz: Wenn heute Abend der Strom ausfällt und die Supermärkte für eine Woche geschlossen bleiben – was liegt dann in deinem Vorratsschrank? Eine halbe Packung Nudeln und ein Glas Senf?

Damit bist du nicht allein. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) empfiehlt jedem Haushalt, einen Vorrat für mindestens 10 bis 14 Tage anzulegen. Dabei geht es nicht um „Doomsday-Prepping“ oder Panikmache, sondern um gesunden Menschenverstand. Genauso wie du einen Verbandskasten im Auto hast, solltest du einen „Verbandskasten“ für den Magen im Haus haben.

In diesem Ratgeber zeige ich dir, was wirklich wichtig ist – und wie du Fehlkäufe vermeidest.

1. Die 3er-Regel des Überlebens

Viele machen den Fehler und kaufen wahllos Dosenravioli. Doch ein guter Vorrat basiert auf drei Säulen:

  1. Flüssigkeit: Ohne Wasser funktioniert der Körper nach 3 Tagen nicht mehr.
  2. Kalorien: Energie, um in Stresssituationen handlungsfähig zu bleiben.
  3. Zubereitung: Lebensmittel, die auch ohne Strom essbar oder warm zu machen sind.

Wasser: Das wichtigste Gut

Du kannst drei Wochen ohne Essen überleben, aber nur drei Tage ohne Wasser. Die Faustformel lautet:
2 bis 3 Liter pro Person und Tag. Das klingt viel, aber bedenke: Du brauchst Wasser nicht nur zum Trinken, sondern auch für minimale Hygiene (Zähneputzen, Katzenwäsche) und zum Kochen von Nudeln oder Reis.

  • Tipp: Lagerst du Wasser in Flaschen? Glas ist schwer und zerbrechlich. PET-Flaschen sind leichter.
  • Für Profis: Wenn du Platz sparen musst, sind Faltkanister genial. Sie nehmen leer kaum Platz weg und können im Notfall mit Leitungswasser gefüllt werden.
  • Sicherheit: Ein guter Wasserfilter (z.B. von Katadyn) macht im Notfall sogar Regenwasser oder Wasser aus einem Bach trinkbar. Das ist deine Lebensversicherung, wenn das Flaschenwasser ausgeht.

Lebensmittel: Konserve vs. High-Tech

Es gibt zwei Strategien, wie du deinen Vorrat anlegen kannst:

Strategie A: Der „Rotierende Supermarkt-Vorrat“ (Budget) Du kaufst das, was du eh isst. Nudeln, Reis, Tomatensoße, Erbseneintopf.

  • Vorteil: Günstig und schmeckt dir.
  • Nachteil: Du musst das Haltbarkeitsdatum prüfen und die Sachen regelmäßig verbrauchen und nachkaufen.
  • Wichtig: Achte auf Kalorien! Eine Dose „Klare Hühnersuppe“ macht nicht satt. Ein „Linseneintopf mit Speck“ liefert Energie.

Strategie B: Die Langzeit-Nahrung (Premium) Hier setzt du auf gefriergetrocknete Nahrung (bekannt aus dem Militär oder Outdoor-Bereich, z.B. „Tactical Foodpack“).

  • Vorteil: 15 bis 25 Jahre haltbar, extrem leicht, platzsparend.
  • Nachteil: Teurer in der Anschaffung.
  • Perfekt für: Alle, die das Paket einmal kaufen und dann 10 Jahre „Ruhe“ haben wollen.

Wie viel brauche ich genau?

Das ist die schwierigste Frage. Wie viele Dosen Ravioli brauchst du für 2 Erwachsene und 1 Kind für 14 Tage? Wenn du zu wenig hast, hungert ihr. Wenn du zu viel hast, verschwendest du Platz und Geld.

Um dir das Rechnen mit Taschenrechner und Kalorientabellen zu ersparen, haben wir ein kostenloses Tool entwickelt:

Der Krisenschutz-Bedarfsrechner 🧮 Gib einfach ein, wie viele Personen in deinem Haushalt leben und für wie viele Tage du vorsorgen willst. Unser Tool berechnet sofort:

  • Den genauen Wasserbedarf (in Litern).
  • Die nötigen Gesamtkalorien.
  • Die Anzahl an Dosen oder Paketen, die du einkaufen musst.

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Vergiss das Kochen nicht!

Der beste Vorrat nützt nichts, wenn du rohe Nudeln kauen musst, weil der Herd (Strom) nicht geht. Ein kleiner Gaskocher (Campingkocher) gehört zwingend dazu. Er kostet nicht viel, nimmt kaum Platz weg und sorgt dafür, dass du dir eine warme Mahlzeit oder einen Kaffee machen kannst. Psychologisch ist eine warme Mahlzeit in einer Krise Gold wert!

Fazit: Fang heute an

Warte nicht auf die Nachrichtenmeldung. Ein Vorrat beruhigt ungemein. Du musst nicht alles auf einmal kaufen. Bring beim nächsten Einkauf einfach 2-3 Dosen mehr mit oder bestelle dir einmal ein solides „Starter-Paket“.

Nutze unseren Rechner, drucke dir die Liste aus und hake sie Stück für Stück ab.

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